eCommerce ohne Shop?!

Als Finn wieder einmal unterwegs war, traf er eine graue Maus. „Hallo, kleine Maus!“, sprach Finn sie an. „Was machst Du da?“ – „Ich lege Vorräte an: Getreide – heute heißt das ja Cerealien – , Nüsse und all sowas.“

Die graue Maus erklärt die Nutzung von Marktplätzen im InternetFinn war zwar kaum mit veganer Ernährung vertraut, wunderte sich aber über die großen Mengen, die die Maus hortete. „Sind die Vorräte nicht viel zu groß für deine Familie? Sicher kannst du nach dem Winter neue Vorräte sammeln.“ – „Ich sammle nicht nur für meine Familie“, erklärte die Maus. „Die meisten Vorräte verkaufe ich an hungrige Tiere – natürlich übers Internet.“

Eine graue Maus, die als Händler im Internet unterwegs war. Da war Finns Neugier geweckt. „Oh, interessant! Wie lautet die Internet-Adresse deines Shops?“ – „Ich habe keinen eigenen Shop. Das ist mir zu aufwändig. Einen Shop muss man designen, immer optimieren und natürlich teuer bewerben.“

Finn schaute verwirrt drein. Die Maus verkaufte im Internet, aber hatte keinen Shop? Nun wollte er genau wissen, wie das gehen sollte. Die graue Maus zeigte sich auskunftsfreudig: „Ich nutze die Marktplätze im Internet. Dahin übermittle ich meine Artikeldaten und die verkaufen meine Ware. Ist eigentlich ganz einfach.“

„Marktplätze?“, fragte Finn. „Was sind das für Marktplätze. Habe ich die schon gesehen?“ – „Manche hast du bestimmt schon besucht“, erwiderte die graue Maus. „Zum Beispiel Amazon. Amazon verkauft nicht nur eigene Produkte. Über den Amazon-Marketplace gelangen auch viele Produkte von anderen Verkäufern in den Amazon-Shop. Das fällt nicht immer jedem Kunden auf. Soll es vielleicht auch gar nicht.“

„Und hier ist dann also das Lager von Amazon?“, wollte Finn wissen. – „Naja, hier lagert zumindest ein Teil der Ware, die über Amazon verkauft wird. Amazon verkauft meine Produkte, sammelt das Geld für mich ein und ich versende die Ware von hier.“

„Faszinierend!“, entfuhr es Finn.

„Noch faszinierender ist es, dass ich auch Ware bei Amazon lagern kann und Amazon die dann für mich versendet“, erklärte die Maus weiter. „Dann muss ich nur das Lager auffüllen und bekomme mein Geld für die verkaufte Ware. Alles andere macht der Marktplatz für mich.“

So stellte sich Finn ein tolles Leben vor: Man tut nicht viel und verdient Geld. Deshalb ließ er nicht locker: „Gibt es mehrere Marktplätze im Internet, über die man Waren verkaufen kann, ohne einen eigenen Shop zu haben?“ – „Es gibt eine ganze Menge“, verfiel die graue Maus ins Schwärmen, „und alle unterscheiden sich ein bisschen. Du kannst

  • Bekleidung gut über OTTO oder Zalando verkaufen,
  • Hitmeister.de, Rakuten.de und Yatego.com für allerlei Produkte nutzen oder auf
  • ebay nicht nur zum Festpreis, sondern auch als Auktion verkaufen.

Aber das sind noch lange nicht alle. DHL ist beispielsweise mit meinPaket aktiv.“

Finn freute sich über die neuen Erkenntnisse: „Dann kann ein Händler seine Waren auf diesen Marktplätzen anbieten, ohne dass er ganz viel über eCommerce und Marketing im Internet weiß!“ – „Genau!“, bestätigte die Maus. „Aber auch für Firmen mit Internet-Shop sind die Marktplätze eine gute Erweiterung, um zusätzlichen Umsatz zu generieren. Natürlich gibt es einige Dinge, auf die man achten muss, um erfolgreich zu sein. Aber dazu erzähle ich dir ein andermal mehr. Ich muss mich jetzt dringend um mein Lager kümmern.“

Damit verabschiedete sich die Maus und Finn nahm sich vor, sich bei nächster Gelegenheit einmal genauer auf den Internet-Marktplätzen umzusehen.

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