Hermes und Amazon – oder ein Weg zu drei Euro

Finn berichtete vor einigen Tagen von der Odyssee eines Pakets, dessen Zieladresse der Hermes-Fahrer nicht fand.

Nachdem er sich seinen Frust von der Seele geschrieben hatte, wartete er nur noch darauf, dass das Paket zu Amazon zurückgeliefert wurde und Amazon den Kaufbetrag – genau 34,95 € – wieder auf Finns Kreditkarte gutschrieb.

Eine Gutschrift erfolgte nach einiger Zeit auch – allerdings anders als Finn es erwartet hatte… Amazon schickte eine Gutschriftsbestätigung mit dem folgenden Text:

 

„Und so setzt sich die Erstattung zusammen:

Artikel Erstattung : 34,95 €

Rücksendung : 3,00 €

Die Erstattung erfolgt immer auf die bei der Bestellung verwendete Zahlungsart:

* auf Ihre MasterCard -Kreditkarte mit den Kontoendziffern 0011 : 34,95 €

* auf Ihre MasterCard -Kreditkarte mit den Kontoendziffern 0011 : 3,00 €“

 

Finn staunte nicht schlecht. Er hatte 34,95 € bezahlt und bekam zusätzlich 3,00 € gutgeschrieben. Das war ein gutes Geschäft für ihn. Als rechtschaffender Fuchs informierte er aber Amazon über den Fehler. Günther der Gutscheingauner hätte das sicherlich nicht gemacht, denn hier ist eine Lücke für potentielle Betrüger in Amazons Prozessen aufgetreten.

Aber warum?

Offenbar war bei Amazon die Information angekommen, dass die Rücksendung 3,00 € kostet. Diese Info konnte nur von Hermes kommen, da Hermes die Sendung nie aus der Hand gegeben hatte. Sollte Hermes für seinen eigenen Fehler etwa auch noch Kosten an Amazon weiterbelasten? Das wäre schon ziemlich dreist…

Amazon bucht nun bei Finn die 3,00 € wieder ab. Spannend wird es für Finn herauszufinden, ob auch Amazons Kunde auf dem Marketplace nicht mit dem Betrag belastet wird. Wollt Ihr einen Tipp abgeben?

Amazon

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