Viraler Effekt – Social Media mit Doktor Fisch

Eines Abends traf der fidele Finn in seiner Stammkneipe auf eine Gruppe hipper Werber. Immer gewillt, etwas Neues zu lernen, versuchte Finn heimlich mitzuhören, worüber sich die Werbeprofis so unterhielten. Unter den meisten Dingen konnte er sich nichts vorstellen. Aber eine Aussage, die er aufschnappte, ließ ihm den Atem stocken: „Der virale Infekt erreicht alle!“

Doktor Fisch erklärt: der virale Effekt in sozialen Medien

„Oje“, dachte Finn, „Was heißt? Ist dieser Virus gefährlich? Hab ich mich vielleicht schon angesteckt?“ Die Werber zu fragen, traute Finn sich nicht. Sie schienen dieses Virus gut zu kennen – denn alle hatten der Aussage zugestimmt… Finn ging aufgeregt zurück zu seinem Bau und eilte nach einer schlaflosen Nacht anderntags sofort zu Doktor Fisch, um ärztlichen Rat einzuholen.

Kaum im Behandlungszimmer, platze es aus Finn heraus: „Der virale Infekt erreicht alle, Herr Doktor. Das haben die Werber gesagt… Ist der Infekt schlimm? Bin ich vielleicht schon infiziert?“ „Nun beruhige dich mal, Finn!“, sagte Doktor Fisch. „Ich bin fast sicher, dass du die Werber falsch verstanden hast. Kann es wohl sein, dass sie von einem „vitalen EFFEKT“ gesprochen haben?“ Finn schaute verdutzt. „Na ja,“ gab er zu, „es war ziemlich laut in der Kneipe und alle haben durcheinander geredet… Aber es ist und bleibt doch ein Virus…“ Der Fuchs war noch immer ängstlich. „Du musst dir keine Sorgen machen,“ beruhigte Doktor Fisch ihn weiter. „Die Werber reden sehr häufig von einem viralen Effekt, wenn sie sich über ihr aktuelles Lieblingsthema ‚Social Media‘ unterhalten. Wenn du willst, erkläre ich dir, was sie damit meinen. Auf jeden Fall ist es gesundheitlich gänzlich ungefährlich.“

Langsam entspannte Finn sich und spitzte die Ohren, um ja nicht wieder etwas falsch zu verstehen.

„Unter „Social Media“ versteht man all´ die Angebote im Internet, in denen Menschen sich mit Freunden, Bekannten und Kollegen vernetzen. Beispiele sind Facebook, Twitter, XING und Pinterest. Diese Plattformen haben die Gemeinsamkeit, dass man dort Informationen preisgeben kann. Beispielsweise kann man mitteilen

  • was man gerade tut,
  • was einem gefällt,
  • was man empfiehlt oder
  • was man Interessantes gefunden hat.“

„Ja, das kenne ich von Facebook!“, freute sich Finn. „Wenn ich dort etwas poste, bekommen alle meine ‚Freunde‘ dort das mit. Das ist sehr praktisch. So wissen alle, was ich gerne mache und was mir gefällt.“

„Richtig!“, bestätigte ihn Doktor Fisch, „Wenn du nun dein Lieblings-Entenbraten-Rezept dort postest, können deine Freunde angeben, dass dieses Rezept auch ihnen gefällt. Das macht vielleicht Dein Freund der Wolf. Alle Freunde des Wolfs sehen dann das Rezept und dass es dem Wolf gefällt. Und auch von dessen Freunden gefällt es bestimmt wieder dem ein oder anderen.“

„Aha, dann verteilt sich das Rezept ganz schnell ganz weit“, dachte Finn laut mit.

„Das funktioniert quasi wie bei einem Virus.“, erläuterte der Fisch. „Mit jedem Kontakt wird es an die Freunde weitergegeben. Deshalb sprechen die Werber auch vom ‚viralen Effekt‘.“

„Aber warum interessieren sich die Werber denn so sehr dafür?“, fragte Finn nach.

„Mittels des viralen Effekts kann man Informationen über Produkte oder Sonderangebote ganz schnell verbreiten. Mit jedem User, dem die Information ‚gefällt‘, erreicht sie auch dessen Freundeskreis. Das machen sich die Werber zu nutze. Sie freuen sich darüber, dass ihre Werbung so viele Leute erreicht. Und am besten finden sie, dass das praktisch nichts kostet!“

Finn dankte dem Doktor für die beruhigende Nachricht und die gute Erklärung. Und auf dem Nachhauseweg murmelte er ständig: „Der virale Effekt erreicht alle.“

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