Warum ist Rechnungskauf notwendig?

Nachdem Finn einige Tage beim verbindlichen Falter den Rechnungskauf überwacht und damit seine Finanzlücke geschlossen hatte, traute er sich, die Sinn-Frage zu stellen: „Herr Falter, wäre es nicht viel besser, keinen Rechnungskauf anzubieten? Das würde doch eine Menge Aufwand ersparen.“

Falter

Der Falter lachte: „Ja, so denken viele Händler. Aber es gibt einige Gründe, warum Rechnungskauf in vielen Shops wichtig ist.“ – „Welche denn?“, fragte Finn neugierig – und der Falter begann zu erzählen.

„Also, das ist so: Am Monatsanfang haben die meisten Leute genug Geld zum Einkaufen, weil sie gerade ihr Gehalt bekommen haben. Aber im Lauf des Monats wird das immer schwieriger, weil im Geldbeutel und auf dem Konto Ebbe herrscht.“ – „Klar, das kenn´ ich nur zu gut!“, stimmte Finn zu.

„Mit dem Rechnungskauf kannst du auch am Monatsende bestellen“, erläuterte der Falter, „weil du die Ware erst bezahlen musst, wenn du sie schon hast. Und auch dann hast du noch eine Zahlungsfrist.“ – „Fuchsig!“, fiel Finn ihm ins Wort, „Ich muss faktisch dann erst bezahlen, wenn mein Gehalt auf dem Konto angekommen ist. Das hilft mir wirklich!“ – „Ja, und dem Händler hilft es auch, weil sich die Bestelleingänge dann besser auf alle Tage des Monats verteilen.“

„Aber“, wandte Finn ein, „das kann ich auch mit Kauf auf Kreditkarte erreichen. Dabei zahle ich auch erst später.“ – „Da hast du Recht“, bestätigte der Falter. „Aber ganz viele Kreditkarten haben nur einen kleinen Zahlungsrahmen von 500 € oder 1.000 € pro Monat. Der ist bei den Preisen heutzutage schnell ausgeschöpft.“

Finn nickte, während der Falter fortfuhr: „Und es gibt noch ein großes Argument dafür, dass viele Leute gerne auf Rechnung bestellen. Nimm mal an, du weißt nicht, in welcher Größe dir das T-Shirt passt oder welcher Schal dir besonders gut steht.“ – „Dann bestelle ich mehrere Teile zur Auswahl und schicke die, die ich nicht behalten möchte, zurück.“ – „Ohne Rechnungskauf kannst du aber nur die Artikel zur Auswahl bestellen, für die deine Liquidität – auf dem Konto oder auf der Kreditkarte – zum Zeitpunkt der Bestellung reicht.“

Das leuchtete Finn ein: „Ja, im Laden probiere ich mehrere Teile an und bezahle nur, was ich mitnehme. Im Online-Shop habe ich diese Möglichkeit nur mit dem Rechnungskauf.“ – „Genau, Finn! Beim Rechnungskauf musst du dem Händler nicht zwischenzeitlich mehr Geld zur Verfügung stellen, nur weil du deine Größe nicht kennst.“

„Schließlich ist es ja immer auch ein Risiko, wenn ich einem Händler Geld gebe, bevor ich die Ware habe“, überlegte Finn laut. „Ganz egal, ob es für ein Produkt ist oder für eine Auswahlsendung.“ – „Risikovermeidung“, stimmte der Falter ein, „ist das nächste Argument für den Rechnungskauf. Der Käufer muss dem Händler keinen Vertrauensvorschuss geben. Er muss weder mit Geld in Vorleistung gehen, noch muss er seine Bank- oder Zahlungsdaten angeben.“

„Dann ist der Rechnungskauf die perfekte Zahlungsart für alle Käufer mit ganz wenig Vertrauen“, resümierte Finn. – „Der Rechnungskauf wirkt dem Fluchtinstinkt beim Check-Out im Online-Shop entgegen“, formulierte der Falter treffend.

„Und deshalb ist dir als Shopbetreiber der Rechnungskauf auch den Aufwand des Risikomanagements wert…“, hatte Finn begriffen. –  „Ja“, sagte der Falter und stellte klar: „Aber natürlich musst du nicht auf Dauer alles „per Hand“ kontrollieren. Mit der geeigneten Software lässt sich die Arbeit automatisieren.“

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